Im Jahr 1816 war es der Vulkan Tambora, der ausbrach. Mit fatalen Folgen fürs Klima, folgenden Missernten und massenhaftem Pferdesterben. Letzteres brachte zu allem Überfluss den Verkehr zum Erliegen.

Not macht erfinderisch, dachte sich der Karlsruher Karl Drais und tüftelte ein Jahr später die Draisine aus. Eine Art Laufmaschine mit Sattel und Lenkstange, die man mit den Beinen antrieb. Drais hatte so mal eben die Urform des heutigen Fahrrads erfunden – das in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiert.

Bundesweit erzielt die Fahrradwirtschaft einen Umsatz von 16 Milliarden Euro.

Danach ging’s rasant weiter: 1870 kamen beim Hochrad schon Hartgummibereifung, Stahlfelge und Speichen hinzu. Allerdings galt es als Spielzeug für Wohlbetuchte. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts mobilisierte die Version mit wieder zwei gleich großen Rädern als industrielles Erfolgsprodukt die Massen in Europa. Dank Serienfertigung avancierte es zum Alltagsverkehrsmittel für die
gesamte Bevölkerung.

Erst in den 1960er-Jahren motorisierten sich die Menschen, und das Fahrrad gab in Deutschland seinen ersten Platz an das Auto ab. Aber wie bei fast allen gesellschaftlichen Entwicklungen setzte bald die Renaissance ein.

Gründe gibt es viele: Das Gesundheits- und Umweltbewusstsein in der Bevölkerung wächst. Parallel setzen Verkehrsplaner auf einen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Zum Wandel tragen technische Weiterentwicklungen wie Gangschaltungen und elektrische Antriebe bei.

Inzwischen ist die Fahrradwirtschaft wieder eine hochinnovative Wachstumsbranche: Bundesweit erzielt sie einen Umsatz von 16 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 278.000 Vollzeitmitarbeiter. 72 Millionen Fahrräder werden deutschlandweit gezählt. Im Jahr 2014 wurden allein hierzulande 2,14 Millionen Fahrräder produziert.

Und wer die oft sehr minimalistischen Designs moderner Zweiräder in Großstädten beobachtet, fühlt sich ein wenig an die erste, elegante Laufmaschine erinnert, die diesen globalen Erfolg in Gang setzte.

Wenn das Karl Drais wüsste.

Gewinnspiel

Rad und Raus - Alles für Microadventure und Bikepacking
von Gunnar Fehlau

- 160 Seiten mit 160 Farbfotos

- Verlag Delius Klasing

- ISBN 978-3-667-10929-3

Buchbeschreibung:

Man braucht nicht viel für eine Kurzreise mit dem Fahrrad inklusive Übernachtung. Was man benötigt, lässt sich leicht am Rad unterbringen – und schon kann das „Feierabenteuer“ beginnen.

Eine Radtour, ein Lagerfeuer, eine Übernachtung unterm Himmelszelt. Das Erlebnis beginnt direkt vor der eigenen Haustür.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Warum ewig eine lange Radreise planen, die eh nie Realität wird?

Raus aus dem Büro, rauf aufs Rad und für die Nacht oder ein Wochenende in die Natur – Gunnar Fehlau zeigt in diesem Buch, wie das geht und richtig Spaß macht.

  • Alles Wissenswerte zum richtigen Material und zur richtigen Ausrüstung
  • Survival-Know-how und Wissenswertes zu Übernachtungen in der Natur
  • Tipps zur Tour-Planung

Der Guide für deutsche Bike-Packer und Feierabenteurer! Mit einem Vorwort von Wigald Boning.

In Kooperation mit dem Verlag Delius Klasing verlosen wir insgesamt 3 Exemplare. Senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Rad und Raus“ an redaktion.de@mediaplanet.com Die Gewinner werden aus allen Einsendern via Losverfahren ermittelt.  Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.