Die favorisierten Fahrradtypen der Deutschen nach Verkaufszahlen sind das Trekkingrad, gefolgt vom Cityrad / Urban Bike, dem E-Bike und dem Mountainbike. Danach folgen mit deutlich kleinerem Anteil die ATB (All Terrain Bikes, also Mountainbikes mit Straßenzulassung), Jugendräder, Rennräder, Kinderräder, Holland- und Tourenräder sowie „Sonstige Modellgruppen“ (Lastenräder, Liegeräder, Falträder, Fatbikes, Singlespeed, Cyclocross, etc.).

Im Aufwind sind momentan Trekkingräder, Liegeräder, Lastenräder, Falträder oder Cyclocrosser (also robuste, geländetaugliche Rennräder). Und auch Singlespeed sind beim Verbraucher vermehrt gefragt, wenn auch auf niedrigem Absatzniveau.

Der Wachstumsmotor der Fahrradbranche ist allerdings seit mehreren Jahren das E-Bike. Im Jahr 2016 sind in Deutschland 605.000 E-Bikes verkauft worden und damit 13 % mehr als noch im Jahr zuvor. Mit einem leicht gestiegenen Marktanteil von aktuell 15 % am Gesamtfahrradmarkt unterstreicht das E-Bike seine wichtige Rolle in der Alltagsmobilität der Deutschen. Die Anzahl an E-Bikes auf deutschen Straßen schätzt der Zweirad-Industrie-Verband zum Ende 2017 auf gut 3 Mio. Fahrzeuge.

Bei der Kaufentscheidung wird das Cityrad inzwischen häufig durch ein Urban Bike ersetzt.

Verantwortlich für die Begeisterung für das E-Bike ist, wie auch schon in den Jahren zuvor, die Vielfalt der Modelle und Produktkategorien. Die Zielgruppen werden jünger und sportlicher und gerade das E-Mountainbike erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Produktpalette der Hersteller ist hier riesig. Aber auch immer mehr E-Lastenräder fahren auf Deutschlands Straßen. Diese spielen vermehrt eine wichtige Rolle in der Logistik von Waren und Gütern. Gerade im urbanen Umfeld werden Lastenräder und ihre elektrischen Verwandten in Zukunft enorm dabei helfen, unsere Städte vom Lieferverkehr zu entlasten.

Ansonsten zeigt sich ein Trend zu Luxus und Hightech. Räder aus z.B. Carbon, mit hochwertigen Komponenten und aufwendiger Technik finden immer öfter Käufer.

Bei der Kaufentscheidung wird das Cityrad inzwischen häufig durch ein Urban Bike ersetzt. Dieses ist etwas sportlicher und gefällt durch attraktives Design und liebevolle Details. Unter diese Kategorie fallen auch Retro- bzw. Vintage-Bikes mit denen der Besitzer seine Individualität zum Ausdruck bringen möchte.

Sei es Retro/Vintage, Singlespeed oder charmantes Gebrauchtrad, der Konsument verbindet das Radfahren mit einem individuellen Lebensgefühl.

Reifen, Schaltung, Bremsen, etc.

Bereits seit einiger Zeit gibt es einen Trend hin zu Plus-Größen bei Reifen-Formaten. 27.5+ Zoll Umfang und 70 – 75mm Breite bei Mountainbikes, 28 – 30mm Bereifung bei sog. Gravel Bikes (sprich Rennräder, die auch auf Schotterpisten zu Hause sind) oder auch der Fatbike-Trend mit Reifen ab 100mm Breite.

Das Fahrrad der Zukunft wird voll vernetzt sein.

Bei Schaltungen sieht man vermehrt elektronische Varianten, die mit einem Klick am Lenker geschaltet werden können. Geschlossene Getriebeschaltungen, Riemen statt Kette – diese Komponenten benötigen kaum noch Aufmerksamkeit, da sie praktisch wartungsfrei sind.

Bei den Bremsen entscheiden sich die Käufer vermehrt für eine Scheibenbremse. Diese gibt es hydraulisch oder mit Seilzug. Aber auch die Felgenbremse, die sog. V-Brake bietet nach wie vor gute Dienste und sehr gute Bremseigenschaften.

Digital

Das Fahrrad der Zukunft wird voll vernetzt sein. Wenn man dies denn will. Der Lenker wird zum Cockpit und das Fahrrad zum Smart-Bike mit Navigationssystem, Musikplayer und Social-Media-Anbindung. Auch lassen sich mit digitalen Assistenten bereits heute Komponenten wie Federgabel oder Licht direkt während der Fahrt steuern.