Was ist auf der Suche und beim Kauf nach dem idealen Helm zu beachten? Zuallererst: nicht hetzen – und nicht (nur) nach dem coolsten Look gehen. Denn wer es mit dem Motorradfahren ernst meint, wird schließlich eine Menge Zeit damit verbringen – ein Helm muss nicht nur schützen, sondern auch stundenlang tragbar sein, ohne den Träger abzulenken. Ein guter Helm wackelt nicht und sitzt am ganzen Kopf fest, ohne zu drücken. Der Test: die Kopfhaut an der Stirn verschiebt sich beim Drehen des Helms.

Die Helmgröße lässt sich messen – allerdings fallen Helme verschiedener Hersteller trotzdem unterschiedlich groß aus, und jeder Kopf ist anders. Deswegen kann nur eine Anprobe über den richtigen Helm entscheiden. Außerdem wichtig: Die Innenausstattung gibt bei der Nutzung meist noch etwas nach, der Helm sollte also lieber ein Hauch zu eng sein als zu locker.

Unbedingt Probetragen, am besten Probefahren

Um die Passgenauigkeit zu testen empfiehlt es sich, den Helm im Laden mindestens zehn Minuten zu tragen, um mögliche Druckstellen oder eine Hautunverträglichkeit des Futters zu erkennen. Ein guter Test ist hier der Versuch, das gleiche Helmmodell eine Größe kleiner aufzusetzen. Wenn das nicht geht oder unerträglich drückt, hat man die kleinste in Frage kommende Größe ermittelt. 

Bei den meisten Händlern lässt sich der gewünschte Helm problemlos für eine Probefahrt ausleihen. Das macht Sinn, denn nur so lässt sich nicht nur der Helm selbst prüfen, sondern auch das Zusammenspiel mit dem Motorrad in Action. Vielleicht sieht ein Helm im Spiegel super aus, fühlt sich perfekt an – wird aber auf der Straße schnell unbequem oder schränkt Sichtfeld und Bewegungsfreiheit ein.

Schließlich ist darauf zu achten, dass der Luftaustausch bei geschlossenem Visier ausreichend ist. Das Visier sollte austauschbar sein und darf auf keinen Fall beschlagen. Auf jeden Fall sollte man sich intensiv mit dem Händler austauschen, denn kundenorientierte Händler und Helmhersteller bieten einen umfassenden Reparatur- und Ersatzteilservice – und wissen außerdem  oft aus eigener Erfahrung, welches Modell für welchen Fahrer in Frage kommt. 


Frostschäden bekämpfen mit MOTO, der ifz-App

Die Auswirkungen des hartnäckigen Winters zeigen sich für viele Verkehrsteilnehmer in Form zahlreicher Straßenschäden. Unzählige neue Schlaglöcher und Risse auf unseren Fahrbahnen stellen insbesondere für die über sechs Millionen Fahrerinnen und Fahrer motorisierter Zweiräder ein ernstes Risiko dar. Von daher heißt es hier besonders Acht zu geben und sehr vorausschauend unterwegs zu sein. Gerade zum Saisonstart sind diese Fallen in der Fahrbahn ein Thema, weil erst jetzt damit begonnen wird, Reparaturen durchzuführen, so dass das Problem noch eine Weile anhält. Auch auf der alt bekannten Hausstrecke, die letztes Jahr noch prima in Schuss war, gilt erhöhte Achtsamkeit.

Jeder kann aber seinen Beitrag leisten und Problemstellen beim Institut für Zweiradsicherheit (ifz, www.ifz.de) melden. Wer also unterwegs straßenbauliche Mängel entdeckt, die für Motorrad- und Rollerfahrer gefährlich sind, sollte diese direkt unterwegs oder später daheim melden, damit hier langfristig Gefahrenstellen aktenkundig und vor allem auch entschärft werden. Hilfreich dabei ist der ifz-Meldebogen, der hier heruntergeladen werden kann. Auf digitalem Weg ist die Melde-Möglichkeit mit MOTO, der kostenlosen ifz-App möglich.

Verbunden mit der Fotofunktion des Smartphones, kann die entdeckte Gefahrenstelle in Sekundenschnelle gemeldet werden. Die Möglichkeit straßenbauliche Probleme zu melden, die für Fahrerinnen und Fahrer motorisierter Zweiräder gefährlich sein können, beschränkt sich allerdings nicht nur auf Frostschäden. Sämtliche straßenbauliche Probleme, wie etwa Rollsplitt, verschmutzte Fahrbahnen, verdeckte Warnschilder, unübersichtliche Stellen etc. können zu jeder Zeit gemeldet werden.

Frühjahrs-Checkliste Motorrad
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Institut für Zweiradsicherheit e. V. stellt pünktlich zum Saisonstart die Frühjahrs-Checkliste zur Verfügung.

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