Ist das nicht viel zu anstrengend und teilweise sogar gefährlich? Ich behaupte, dass Outdoor-Aktivitäten gerade für Frauen viele Vorteile bieten:

1. Grenzen erkennen und benennen

Bei vielen Outdoor-Sportarten ist es wichtig, seine Fähigkeiten und Grenzen zu kennen.
    •    Kann ich noch Biken oder ist meine Konzentration bereits am Ende?
    •    Sollen wir weitergehen oder umdrehen?
    •    Bin ich noch in der Lage, meinen Kletterpartner zu sichern?
Bei diesen Dingen habe ich gelernt, mich selber ehrlich einzuschätzen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für mich zu übernehmen.

2. Nicht um den heißen Brei herumreden

Frauen neigen dazu, höflich und diplomatisch zu sein und ihre Wünsche in versteckten Andeutungen zu äußern. Beim Outdoorsport muss ich klare, eindeutige Ansagen machen: Nein heißt Nein!

3. Lösungen finden

Draußen werde ich immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Sei es, dass der Campingkocher den Geist aufgibt oder der Schnürsenkel bei einer Wandertour reißt. Anstatt mich auf das Problem zu fokussieren, sind jetzt lösungsorientieres Denken und Handeln gefragt. Fähigkeiten, die mir das Leben leichter machen.

4. Auf das Wesentliche reduzieren

Im Alltag sind wir oft von Schnickschnack umgeben, den wir nicht wirklich brauchen. Spätestens bei einer Trekkingtour wird jedes überflüssige Gramm zu einer Last. Outdoor-Aktivitäten helfen mir dabei, mich auf das Wichtige zu konzentrieren und Ballast abzuwerfen.

5. Hinfallen, Aufstehen, Krone richten

Ob beim Klettern, Biken oder Wandern – Fallen gehört dazu. Worauf es ankommt, ist wieder aufzustehen. Dabei habe ich wichtige Erfahrungen gesammelt, an denen ich gewachsen bin und mein Selbstvertrauen gestärkt wurde.
In der Natur zu sein, ist wie eine Reise zu sich selbst. Sie gibt uns Kraft, fordert uns und fördert uns. Einfach draußen sein – einfach sein. Das ist es, worauf es ankommt.