Zwei Füße und vier Hufe

Bei meinem Urlaub in Katalonien bietet sich die perfekte Gelegenheit dazu, als ich von einer Eselwanderung erfahre. Das hört sich nach Abenteuer an – das mache ich!
Mein tierischer Begleiter heißt Bruc und sieht eigentlich ganz nett aus. Klein, lange Ohren und ein bisschen verwegen.

Wie ich erfahre, hat es der kleine Mann allerdings faustdick hinter seinen langen Ohren. Durchsetzungsvermögen und eine gute Bremstechnik werde ich brauchen, verrät mir seine Besitzerin. Wie man einen Esel bremst, sagt sie mir zum Glück auch und dann geht es auch schon los.

Zusammen ist man weniger alleine

Die ersten Meter fühlen sich seltsam an. Bruc und ich sind uns noch fremd, müssen uns kennenlernen.

Mit gemächlichen vier Esel-Kilometer pro Stunde laufen wir vorbei an riesigen Weinfelder, streifen durch kühle Korkeichenwälder und durchqueren ein Dorf. Ich merke, wie ich mich entspanne und meine Gedanken laufen lassen kann – Bewegung befreit den Kopf!

Neue Kräfte sammeln

Nach zwei Stunden machen wir eine Pause. Bruc stärkt sich mit wildem Rosmarin, wir mit einer katalanischen Brotzeit aus Käse, Oliven und Brot. Nach dem Essen entspanne ich mich noch etwas auf der Picknickdecke, bevor wir zur zweiten Etappe aufbrechen.

Warum rennt denn der so ... Es geht bergab und Bruc gibt Gas! Jetzt muss ich mein Wissen über Esel-Bremstechniken anwenden, wenn ich den Rückweg nicht rennen möchte. Am Ende lässt sich Bruc nur durch ein Mittel stoppen: Futter!

Also pflücke ich im Gehen Rosmarin und halte damit sein Temperament im Zaum.

Abenteuerliche Entschleunigung

Nach vier Stunden sind wir zurück und ich schicke Bruc mit einem letzten freundschaftlichen Klaps auf die Weide.
Mit einem Esel zu wandern, ist wirklich etwas Besonderes. Besonders entspannend, besonders lustig und mit dem richtigen Esel gibt es zur Entspannung noch eine Portion Abenteuer dazu.