Endlose Strände, maritime Fischerdörfer und Natur im Wechsel der Gezeiten. Drei Dinge, die Sie bei einem Urlaub an der Küste im Norden nicht verpassen sollten.

Das Watt erleben

Das Wattenmeer ist eine weltweit einzigartige Naturlandschaft, die vor vier Jahren in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit wegen ihres einzigartigen Ökosystems aufgenommen wurde. Die Naturlandschaft des Wattenmeeres gilt als eines der größten küstennahen und gezeitenabhängigen Feuchtgebiete der Erde mit einer besonderen Artenvielfalt, denn am und im Wattenmeer leben über 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten, an Land und im Wasser.

Alle sechs Stunden strömen Watt-Fans in Richtung Meer, denn dann zieht sich das Wasser der Nordsee wie von Geisterhand zurück und legt den Meeresboden zu einer begehbaren Wattfläche frei. Wer dieses Naturschauspiel einmal hautnah erleben möchte, begibt sich am besten in die erfahrenen Hände eines ortskundigen Wattführers und lässt sich die Geheimnisse dieser atemberaubenden Landschaft ausführlich erklären.

Der deutsche Teil des Wattenmeeres bildet sich aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, dem Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer, den nicht dem Naturschutz unterliegenden Teilen der Elbmündung und dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Wattwandern lässt es sich an der deutschen Nordseeküste fast überall. Gebucht werden können beispielsweise Touren nach Spiekeroog, Baltrum, Langeoog, Norderney und Minsener Oog.

Friedrichstadt erkunden

Grachten und Giebelhäuser – die Stadt in Nordfriesland wird auch Holländerstadt genannt. Man kann sie zu Fuß, mit dem Rad oder auch mit dem Schiff erkunden. Hier reiht sich ein Postkartenmotiv ans nächste. Hinzu kommt die spannende Historie der Stadt, über die man im Museum „Alte Münze“ oder durch eine Stadtführung mehr erfahren kann. Kulturinteressierte erfreuen sich zudem an der großen Galeriedichte und den zahlreichen Veranstaltungen, wie dem „Rosenfest“.

Kegelrobben und Seehunde beobachten

Wem es ganz warm ums Herz wird, wenn er eine Robbe mit ihren großen Kulleraugen sieht, der kann Kegelrobben und Seehunden an verschiedenen Stellen der Nordseeküste einen Besuch abstatten. Besonders in den Wintermonaten kann man beispielsweise auf Helgoland ein Naturwunder live erleben, denn dann kommen in den Dünen der weißen Strände viele Robbenbabys zur Welt.

Die kurzsichtigen Seehunde tummeln sich aber auch auf den Sandbänken zwischen Sylt und Amrum, wo man sie vom Schiff aus beobachten kann. Vor Hörnum leben sogar die größten Seehundsrudel der Nordseeküste mit bis zu 1.000 Tieren. Kein Wunder also, dass ein Seehund auf dem Wappen des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer prangt.