Wenn der Nebel der bitterkalten Morgenstunden sich verzieht, gibt er den Blick frei auf die sanft gewellte Hügellandschaft des Hluhluwe-Imfolozi-Parks. Auf 960 Quadratkilometer, mit dichten Büschen, weiten Steppen und einer atemberaubenden Tierwelt begeistert der älteste Nationalpark des Kontinents im Osten Südafrikas noch heute durch seine ursprüngliche Wildnis.

Der Park, der vom Flughafen Johannesburg aus in etwa sechs Autostunden erreichbar ist, gehört noch heute neben dem Flaggschiff unter den Nationalparks, dem Krüger Nationalpark, zu den Geheimtipps. Sein geringerer Bekanntheitsgrad ist ein ausgesprochener Vorteil, denn das kleinere Besucheraufkommen garantiert ungestörten Wildlife-Genuss.

Das Tierreservat im Herzen des Zulu-Landes diente Anfang des 19. Jahrhunderts als Jagdreservier König Shakas und nach wie vor können Besucher hier die Big Five antreffen – Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden sind im Park ebenso anzutreffen wie Geparde, Wildhunde, Giraffen und zahlreiche Antilopenarten.

Ein besonderes Erlebnis ist es, eines der letzten wilden Breitmaulnashörner zu erspähen. In Imfolozi leben heute weltweit die letzten bekannten Vorkommen, die dort dank eines Schutzprogramms wieder gewachsen sind.

Unterwegs auf vier Rädern

Flora wie Fauna erkundet man auf eigene Faust im Auto auf einer Teerstraße sowie einem Netz gut befestigter Sandstraßen. Wer in der Savanne so viele Tier- und Pflanzenarten wie möglich entdecken möchte, nimmt am Besten bei einer der zahlreichen Wanderungen durch die Wildnis teil, die von einem erfahrenen Ranger begleitet werden.

Mit geübtem Blick macht er die Besucher auf noch so kleine Details aufmerksam und sorgt dafür, dass die Begegnungen mit den Wildtieren ungefährlich ablaufen. Tagestouren sind ebenso denkbar wie mehrtägige Erkundungsfahrten. Im Park befinden sich zahlreiche Zeltcamps, Hotels und Lodges, die inmitten der afrikanischen Wildnis sowohl einfachen Komfort als auch erstklassige Unterkünfte bieten.