Eine Panoramafahrt dorthinauf gehört während eines sommerlichen Aufenthalts im Ötztal sicherlich zu den touristischen Must-Dos und reichert die Ferientage mit unvergesslichen Panoramabildern an. Die gut ausgebaute Passstraße windet sich in schier endlosen Serpentinen Richtung italienische Grenze und gilt unter Radfahrern als eine der anspruchsvollsten aber landschaftlich schönsten Touren in den Alpen.

Unweit von hier fand man auch den "Mann aus dem Eis", der den nonchalanten Beinamen "Ötzi" trägt und als der wichtigsten Botschafter des Ötztals dafür gesorgt hat, dass die Region von Erholungssuchenden aus aller Welt besucht wird. Stimmungsvolle Impressionen sammeln die Gäste auch bei einer Seilbahnfahrt auf das Giggijoch.

Die Bergstation ist Teil des Skigebiets oberhalb von Sölden und begrüßt im Sommer wanderfreudige Gäste, die den Blick auf die bizarre Bergwelt des Ötztals aus allen Perspektiven inhalieren wollen.

Ein Wintersportparadies für Anspruchsvolle: Sölden

Stolze 39 Seilbahnen chauffieren Skifahrer und Snowboarder auf die knapp 150 Kilometer langen Pisten rund um Sölden. Deren Schneesicherheit ist legendär und zieht sogar Jahr für Jahr den internationalen Weltcupzirkus in das spektakuläre Alpental.

Doch Reisende müssen nicht zwangsläufig echte Könner sein, um sich auf den Söldener Pisten wohl zu fühlen. Ganze 61 Kilometer des Pistennetzes sind blau markiert und richten sich deshalb an Genussskifahrer. Dennoch kommen auch Adrenalin-Liebhaber keinesfalls zu kurz.

In den beiden Funparks auf dem Giggijoch beziehungsweise am Tiefenbachgletscher finden sie actionreiche Parcours aus Sprungelementen, Halfpipes und Slides vor. Geübte Skifahrer wagen sich an die 31 Kilometer langen schwarzen Pisten und erleben Nervenkitzel pur.

Wer unter den winterlichen Aufenthalt bucht, sollte es keinesfalls versäumen, eine Rodelpartie zur Stallwiesalm zu unternehmen. Das urige Lokal lockt mit regionalen Schmankerln und stärkt für die rasante fünf Kilometer lange Abfahrt.

Daneben können beispielsweise Skitouren durch das romantische Wildspitzmassiv unternommen, die Langlaufloipen des Ötztals erkundet und auch Schneeschuhwanderungen, Eisstockduelle und Flüge mit dem Paragleiter zelebriert werden.

Wanderspaß für Jung und Alt

Einige Aufstiegshilfen greifen nicht nur Skifahrern, sondern den Sommer über auch Wanderern sprichwörtlich unter die Arme. Sie transportieren beispielsweise vom Luxushotel Central Sölden aus auf enorme Höhen und erleichtern den Zugang zum Hochgebirge.

Doch es darf sich natürlich auch aus eigener Kraft vom Talboden aus aufgemacht werden. Hinauf zur Breslauer Hütte brauchen Bergwanderer durchschnittlich drei Stunden. Auf fünf Kilometern werden 960 Höhenmeter überwunden, die es zwar in sich haben, aber mit atemberaubenden Rundblicken entschädigen.

Wer auf ungefähr halber Strecke pausieren möchte, kehrt in die Stableinalm zu. Vor der Sonnenterrasse recken sich die Felsflanken der Ortlergruppe gen Himmel und auch der "Wilde Mannle" schaut grimmig auf die Gäste herab. Der Berg ist 3023 Meter hoch und bleibt ausschließlich erfahrenen Alpinisten vorbehalten.

Auf Entdeckungstour durchs Ötztal

Bevor der Tourismus in das Hochtal einzog, war die Landschaft von der bäuerlichen Kultur dominiert. Eine Reise in die Vergangenheit unternimmt, wer dem Heimatmuseum Längenfeld einen Besuch abstattet. Der Paarhof dokumentiert eindrucksvoll die Lebensumstände und die von den Bauern genutzten Werkzeuge der früheren Jahrhunderte.

Weil der ungestüme Lehnbach vorbeirauscht, können darüber hinaus auch kleine Mühlanlagen und andere von der Wasserkraft betriebene Gerätschaften bestaunt werden. Zwei Kilometer oberhalb von Vent liegt die Haflingerzucht Rofenhöfe.

Eine pittoreske Kapelle, die genügsamen und dennoch eleganten Pferde sowie die Bergkulisse ringsum werden die Besucher zu verzaubern verstehen. Unweit der Höfe schwingt sich eine 46 Meter lange Hängebrücke über die Rofnerschlucht und verursacht bei den Wanderern nicht selten Gänsehaut.

Der Stuibenfall in der Nähe von Umhausen ist mit einer Fallhöhe von 159 Metern der größte Wasserfall Tirols. Wie er zu seinem Namen kam werden die Reisenden schon nach wenigen Minuten am eigenen Leib erfahren. Der angelegte Wanderweg verläuft sehr nahe an den fallenden Fluten.

Das "Stäuben", sprich das Benetzen der Passanten wird im Ötztal "Stuiben" ausgesprochen und so kam die Kaskade durch die mächtige Gischt zu ihrer Titulierung. Einmal pro Woche beleuchten abends bunte Lichter die geräuschvoll hinabstürzenden Wassermassen.