Deutschland liegt hinter den USA auf Platz zwei (57 Milliarden Euro) und erzielte bei der Zahl der Reisen mit rund 8 Prozent jährlichem Wachstum zwischen 2013 und 2015 die weltweit drittstärkste Dynamik hinter China und den USA.

Diese imposante Entwicklung hält allerdings schon seit fast 20 Jahren an und manch einer fragt sich, wann das Ende dieser Reise wohl erreicht sein wird. Fest steht, dass der Wellnessurlaub längst nicht mehr nur den Schönen und Reichen gehört, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Wer schaut, was in den Wellnesshotels und Spa Resorts so passiert, der entdeckt, dass es vor allem um eins geht: Erholung und gepflegtes Nichtstun in allen denkbaren Varianten.

Life Coaches schulen Achtsamkeitstechniken und üben richtiges Einkaufen im Supermarkt.

Viele suchen Ausgleich zu ihrem Alltag, versprechen sich vom Wellnesswochenende eine Art Wiedergutmachung. Oder sie toppen ihr ohnehin schon schönes Leben mit immer neuen Spa-Superlativen rund um den Globus. Das Angebot wächst derweil nicht nur in die Breite, sondern verändert sich auch qualitativ.

Unser menschliches Un-Glück in Gestalt gestörter Befindlichkeit bis hin zu chronischer Erkrankung an Körper und Psyche ist erwiesener Maßen vor allem Resultat eines fehl geleiteten Lifestyles. Da bieten Stutenmilch-Bäder, Bambusstäbchen-Massagen oder Anti-Aging-Masken allenfalls temporäre Erleichterung.

Die ersten Spa Resorts erweitern gerade ihr Repertoire der Kompensation um neue Angebote, deren Motto lautet: Mehr Inspiration und Transformation. Psychotherapeuten zeigen Wellnessgästen wissenschaftlich gesicherte Wege zum dauerhaften Lebensglück. Life Coaches schulen Achtsamkeitstechniken und üben richtiges Einkaufen im Supermarkt. So wandelt sich der Wellnessurlaub von einer bloßen Alltagsflucht hin zu einem Kurs für das gelingende und genussvolle Leben.