Schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Jeder sollte für den Fall der Fälle vorbereitet sein und wissen, wie es um seinen Versicherungsschutz bestellt ist.

Für Winterurlauber mit Hang zum sportiven Vergnügen ist es ratsam, sich vor Reiseantritt genau über ihren Versicherungsschutz zu informieren. Das spart Ärger und unnötige Kosten im  Fall der Fälle. Unterschiede gibt es bei den Versicherungen. Wichtig ist deshalb die Frage, welche Versicherung kommt bei einem Skiunfall für welchen Schaden auf?

Gibt es auf der Skipiste einen Zusammenstoß, so zahlt sowohl bei dem Unfallverursacher genauso wie beim Unfallopfer zunächst einmal die jeweils eigene Krankenversicherung die Kosten für die ärztliche Behandlung. Das ist aber nicht endgültig, denn die Versicherung des Unfallopfers wird in der Regel bemüht sein, den Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung für den Schaden zur Kasse zu bitten. Wenn dann die Frage der Schuld nicht geklärt ist, kann es zu zusätzlichen Verhandlungen kommen, die sich lange hinziehen können. 

Es ist auf jeden Fall an dem Geschädigten, die Schuld einer anderen Person nachzuweisen.

Sofern dauerhafte körperliche Schäden entstanden sind, kommt es meist zu langen Gerichtsprozessen zwischen dem Verursacher und dem Geschädigtem. Dabei geht es dann um Pflegekosten und / oder Schmerzensgeldzahlungen. Eine wesentliche Frage ist, ob die Krankenkassen bei Skiunfällen die kompletten Kosten der Arztbehandlung übernehmen. Dazu lässt sich keine einheitliche Antwort geben. Es hängt nämlich ganz von der Versicherung ab und davon, wo der Unfall passiert ist.

Wesentlich ist hierbei, ob der Unfall im In- oder Ausland passiert ist. Wenn man sich im europäischen Ausland befindet, sollten sich die Wintersportler, laut dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung, an die sogenannten Vertragsärzte wenden. Diese Vertragsärzte geben gegen Vorlage der jeweiligen Versicherungskarte eine  kostenlose ärztliche Versorgung, wie es durch das Gesundheitssystem des jeweiligen Urlaubslandes vorgesehen ist.

Es ist jedoch zu beachten, dass Zuzahlungen für Leistungen fällig werden, die in Deutschland unter den gesetzlichen Versicherungsschutz fallen und in Deutschland kostenlos wären. Das ist im Ausland nicht kostenlos. Es ist deshalb immer empfehlenswert, vor der Reise eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Sparen oder es nicht zu machen, wäre sicherlich falsch.