In diesem Interview sprechen wir mit Mona und Dennis von love_life_camping über familienfreundliches Camping und das Reisen mit Kindern im Camper. Sie erzählen, wie Camping als Familie entspannt gelingt, welche Herausforderungen unterwegs warten und worauf sie bei der Campingplatzauswahl achten.

Dennis & Mona
Mehr Einblicke auf Instagram!
Was hat sich durch Reisen mit Kind und Hund für euch verändert?
Früher sind wir einfach losgefahren – ohne festes Ziel. Wenn es uns irgendwo gefallen hat, sind wir geblieben. Durch den Camping-Boom seit Corona ist das heute, vor allem in den Hauptreisemonaten, kaum noch möglich. Inzwischen suchen wir gezielt nach Campingplätzen, die für Kinder viel zu bieten haben, und buchen diese im Voraus fest. Außerdem achten wir darauf, dass auch unser Hund Maja willkommen ist, denn nicht auf allen Plätzen sind Hunde erlaubt.
Mit welchem Fahrzeug reist ihr am liebsten – und warum?
Aktuell ist der Wohnwagen unser Favorit. Meist bleiben wir ein bis zwei Wochen auf einem Campingplatz, haben zusätzlich ein Auto dabei und sind so flexibel, um die Region zu erkunden. Früher war ganz klar der Van unsere erste Wahl. Damit waren wir deutlich freier und spontaner – das vermissen wir manchmal schon. Gerade für kürzere Trips überlegen wir deshalb aktuell, uns eine zusätzliche Alternative zuzulegen. Ein Dachzelt wäre dabei durchaus eine Option.
Welche Ausstattung ist für Reisen mit Kind und Hund unverzichtbar?
Da wir ganzjährig campen, sind für uns eine gute Heizung und eine solide Isolierung besonders wichtig. Ebenso eine Küche, in der genügend Platz zum Kochen ist. In den Sommermonaten schätzen wir außerdem eine Klimaanlage sehr – gerade auch mit Hund.
Camping kennen wir aber auch ganz anders. Über die Jahre haben wir uns zu echten Komfort-Campern entwickelt. Früher war es im Sommer oft unerträglich heiß und im Winter hatten wir kalte Füße. Heute genießen wir diesen zusätzlichen Luxus umso mehr.
Was sind eure liebsten Reiseziele mit Familie?
Dänemark haben wir für uns ganz neu entdeckt – dorthin geht es dieses Jahr auf jeden Fall wieder. Außerdem sind wir sehr gerne in den Bergen, besonders in Österreich und Südtirol. Wir lieben dort die Landschaft, das vielfältige Freizeitangebot und natürlich das hervorragende Essen. Wenn es ein klassischer Badeurlaub sein soll, zieht es uns am liebsten an den Gardasee oder nach Südfrankreich.
Was macht einen guten Familiencampingplatz für euch aus?
Uns ist wichtig, dass auch bei schlechtem Wetter für die Kinder drinnen etwas geboten wird – gerade im Herbst und Winter. Wellness darf für uns ebenfalls nicht fehlen. Außerdem bevorzugen wir Campingplätze, auf denen man genügend Freiraum hat und nicht direkt Tür an Tür mit dem Nachbarn steht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für uns eine gute Sanitäranlage. Viele Plätze bieten mittlerweile eigene Bäder auf echtem Vier-Sterne-Hotel-Niveau, das schätzen wir sehr.
Welche Tipps gebt ihr Camping-Einsteigern mit Kindern?
Bei der Anreise achten wir darauf, uns nicht zu viel Strecke auf einmal vorzunehmen und lieber eine Zwischenübernachtung einzuplanen. Auch in Deutschland gibt es viele schöne Campingplätze, die direkt vor der Tür praktische Transitplätze anbieten.
Bei der Auswahl des Campers sollte man unbedingt auf ausreichend Stauraum achten und die Zuladung im Blick behalten. Gerade Wohnmobile bis 3,5 Tonnen sind schnell überladen.
Wenn man auf die Ferienzeiten angewiesen ist, empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen – die schönsten Plätze sind oft schnell ausgebucht.
Und ganz klar: Wintercamping sollte man unbedingt einmal ausprobieren. Es hat ein ganz besonderes Flair, wenn es draußen friert und schneit und man es sich im warmen, gemütlichen Camper bequem macht.
Wie plant ihr Reisen, damit sie für Euch, Kinder und Hund entspannt und spannend sind?
Uns ist wichtig, dass für jeden etwas geboten wird: Wellness und gute Restaurants für uns, genügend Spielmöglichkeiten für unseren Sohn und für Maja schöne Spazierwege und am liebsten auch ein paar nette Spielkameraden.
Was war euer schönstes Camping-Erlebnis als Familie?
Das eine Erlebnis gibt es für uns gar nicht, aber zwei Momente fallen mir dazu sofort ein. Der erste Urlaub mit unserem Sohn war unglaublich aufregend. Er war gerade drei Monate alt, als wir das erste Mal mit ihm an den Gardasee gefahren sind. Und letztes Jahr waren wir in Dänemark – das hat uns absolut begeistert. Das Land und die Gegend haben uns so sehr runtergebracht und entspannt, wie wir es zuvor kaum erlebt haben. Für dieses Jahr haben wir direkt wieder gebucht. Ein tolles Land mit unglaublich netten Menschen.
Welche drei Dinge dürfen auf keiner Reise fehlen?
Unsere Kamera, ein Grill und gute Laune natürlich.
Welche Gadgets oder Produkte haben euren Camping-Alltag wirklich erleichtert?
Ein externer Router für stabiles Internet. Ein Luftvorzelt das in wenigen Minuten fertig aufgebaut ist. Keine nervigen Stangen oder Anleitungen mehr.
Stadt, Natur oder Strand: Was funktioniert mit Kindern am besten?
Am liebsten sind wir in den Bergen. In der Natur gibt es für Kinder immer etwas Spannendes zu entdecken. Aber auch am Strand kann man als Familie eine tolle Zeit verbringen – Schwimmen und Sandburgen bauen macht allen Spaß.

