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Bear Grylls: Mit dem US-Präsidenten in der Wildnis Alaskas

Bear Grylls: Mit dem US-Präsidenten in der Wildnis Alaskas
Bear Grylls: Mit dem US-Präsidenten in der Wildnis Alaskas
Fotos: DNE

Bear Grylls ist vielen Leuten ein Begriff. Allein auf Facebook hat der Abenteurer über sechs Millionen Likes. Seine Serien „Man vs. Wild“ („Ausgesetzt in der Wildnis“) bei der Grylls Überlebenstechniken in den rausten Gegenden und Klimazonen der Welt demonstrierte – zum Teil mit einem hohem Ekelfaktor – sind sehr beliebt. Was US-Präsident Barack Obama und Bear Grylls zusammen in die eisige Wildnis verschlagen hat, erzählt der Survival-Experte im Interview.

Wie kam es zu der Reise mit dem US-Präsidenten?

Es klingt unglaublich, aber das Weiße Haus hat mich gefragt, ob ich ihn auf einer Alaska-Expedition begleiten würde.

Es gab viele unvergessliche, aber einen für mich sehr emotionalen Moment: wir haben zusammen gebetet.

 

Waren Sie nervös?

Mega! Das kannte ich vorher gar nicht von mir. Als er mir dann aber gegenüberstand und sagte: „Hey, wie Sie wissen bin ich ein großer Fan Ihrer Show. Ich freue mich sehr Sie persönlich kennenzulernen. Jetzt lassen Sie uns gehen.“  Das fand ich so sympathisch, so echt und die Nervosität war schnell verflogen.

Weil er so unglaublich menschlich ist, musste ich mir während unserer gemeinsamen Zeit immer wieder bewusst machen „das ist der amerikanische Präsident“. Auch wenn dies in der freien Natur keine Rolle mehr spielt, da geht es nur noch ums Lernen und teilweise auch ums Überleben.

Was hat er Ihrer Meinung nach gelernt?

Der Hauptgrund, warum Barack Obama an dieser Reise teilgenommen hat, war, dass er sich von den Auswirkungen des Klimawandels ein eignes Bild machen wollte. Die Bevölkerung Alaskas spürt die Folgen der globalen Erwärmung immer deutlicher: Die Gletscherschmelze beschleunigt sich jedes Jahr, der Klimawandel bringt weniger Schnee und längere, heißere Sommer mit sich.

Flora und Fauna in Alaska sind akut davon betroffen. Der US-Präsident möchte das verhindern, er möchte den Planeten schützen – für die Zukunft seiner Kinder. Mir liegt das ebenso sehr am Herzen.

Inwiefern?

Wir sind beide sehr familiär, Familienväter. Es ist erschreckend, wenn man sieht, wie sich der Planet verändert – leider zum Negativen. Das möchten Väter natürlich vermeiden, wir wollen aufklären und wachrütteln. Jeder von uns sollte das tun.

Was genau?

Einen Beitrag leisten, um diesen unglaublichen Planeten, unser aller Zuhause, am Leben zu erhalten.

72 Stunden mit Barack Obama in der eisigen Wildnis – da erlebt man sicherlich einiges…

…natürlich, besonders den Menschen hinter dem Gesicht, was man aus dem Fernseher kennt. Wir hatten unglaublich viel Spaß, sind gemeinsam durch den tiefen Schnee gestapft, sind auf Bäume geklettert, haben unseren selbstgeangelten Lachs geteilt und uns abends am Feuer über Beeren und Blähungen unterhalten.

Welcher war der für Sie bewegendste Moment?
Es gab viele unvergessliche, aber einen für mich sehr emotionalen Moment: wir haben zusammen gebetet. Am Lagerfeuer hatten wir uns auch viel über die Wichtigkeit des Glaubens unterhalten. Er hat mir erzählt, das Lincoln einer seiner Helden ist und ihn das Zitat „Die überwältigende Einsicht, dass ich nirgends sonst hingehen konnte, hat mich oft dazu getrieben, auf die Knie zu gehen“ sehr geprägt hat. Da fällt mir ein, es gab es noch so einen Moment.

Verraten Sie ihn uns?

Gern. Der US-Präsident hat mich am Ende der Reise umarmt und mir gedankt. Er sagte, das dies mit die besten Tage seiner Präsidentschaft waren.

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Ich denke daran, dass keiner wirklich etwas von ihm wollte. Immer ist er für alle da, hat aber nie Zeit zu sich selbst zu finden. Das konnte er in der Arktis. Er konnte ganz bei sich sein.

Was hat den Präsidenten besonders berührt?

Der Moment am Ende unserer Reise, als er seine Hand auf das Eis gesetzt hat, das Meer gespürt hat, die unglaubliche Größe und Weite wahrnehmen konnte und die riesigen Hunderte von Quadratmeilen großen Eislandschaften erleben konnte – und leider auch ihr stetiges Schrumpfen.

 

Bear Grylls und Barack Obama werden diese gemeisame Reise wohl nicht so schnell vergessen. Welche Outdoor-Überlebenstechniken Grylls Obama beigebracht hat, können Sie sich in der Folge von „Runnig Wild With Bear Grylls“ online bei DMAX auf Deutsch hier ansehen.

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EU-Richtlinien zu Lautstärkemessungen

Wie laut ein neues Kraftfahrzeug sein darf regelt in Deutschland der §49 StVZO. Dort wird auf mehrere EU-Richtlinien verwiesen. Diese Regeln für die Typzulassung neuer Fahrzeuge gelten EU weit.

In einer vergleichsweise aufwändigen und komplizierten Messung wird das Fahrgeräusch ermittelt. Das Messverfahren ist dabei seit Jahrzehnten identisch. Nur die zulässigen Werte sind im Laufe der Jahre immer niedriger geworden. Vereinfacht gesagt muss das Fahrzeug mit konstanter Geschwindigkeit bei ¾ der Nenndrehzahl (aber max. 50 km/h) auf eine 20 m lange Messstrecke zufahren und dann voll beschleunigen.

Je nach Getriebe wird die Messung im zweiten Gang (Viergang-Getriebe) oder im dritten Gang (Getriebe mit mehr als vier Gängen) ausgeführt. Das Messgerät steht dabei in der Mitte der Messstrecke mit einem Abstand von 7,5 m zur Mitte der Fahrspur. Was dann zulässig ist hängt vom Fahrzeugtyp ab (PKW, LKW, Motorrad, etc.) aber auch von z.B. der Leistung (LKW) oder dem Hubraum (Motorrad). Die zulässigen Werte nach diesem Messverfahren liegen aktuell zwischen 74 (PKW Benziner) und 80 dB für Motorräder über 175 ccm oder LKW über 150 kW. Dabei ist berücksichtigt, das diese seitlich wesentlich mehr Geräusche emittieren als ein PKW bei dem die Abgasanlage quasi durch die Karosserie gekapselt ist.

Eine vor Ort Messung des Fahrgeräusches zum Beispiel bei einer Kontrolle ist daher praktisch nicht möglich. Um bei einer Kontrolle Anhaltspunkte zu bekommen ob eine Auspuffanlage manipuliert wurde, wird für alle Fahrzeuge auch das Standgeräusch gemessen und im Fahrzeugschein mit angegeben. Dies wird bei ¾ der Nenndrehzahl in einem Abstand von 50 cm und einem horizontalen Winkel von 45° zur Auspuffmündung gemessen.

Alleine schon der geringe Abstand von 0,5m zu 7,5m beim Fahrgeräusch erklärt warum das angegeben Standgeräusch deutlich höher ist als das Fahrgeräusch. Dies verdeutlicht schon, dass eine reine Geräuschangabe in dB wenig aussagefähig ist um die Geräusche einer Lärmquelle zu beurteilen.

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