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Der Wüstenmann

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Schlichte Schönheit Fotograf Michael Martin lässt sich von der Wüste inspirieren. Fotos: Michael Martin/privat

Seit 30 Jahren bereist Michael Martin die Wüsten dieser Erde.

Als Fotograf, Autor und Vortragsredner zieht er mit seiner Leidenschaft seit Jahren ein internationales Publikum in seinen Bann. Ein Gespräch mit ihm über die ersten Anfänge mit Diaprojektor, sein abenteuerliches Leben im Traumberuf und die Sehnsucht nach einer warmen Dusche.

Wann wussten Sie, dass Sie mit Reisen und Fotografie und Ihrem Thema Wüste Ihr Geld verdienen wollen?

Ich bin über die Astronomie, für die ich mich als Schüler interessierte, allgemein zu Reisen und speziell zur Wüste gekommen. Denn Sterne kann man bekanntlich am besten in der Wüste beobachten. Mit 15 habe ich bereits meine ersten Vorträge über meine Trips gehalten und hatte mit 25 als Student 50 Wüsten bereist.

Damals in den 80ern, in denen es noch kein Internet gab und einige Länder noch unbekannter waren, galten öffentliche Diavorträge sogar noch als neu und ich war eine Art Trendsetter. Mein Reiseziel war damals vor allem die Sahara, die bis heute meine Lieblingswüste ist. Leider ist sie heute aus politischen Gründen nicht mehr sicher.

Was fasziniert Sie so an der Wüste?

Zuerst einmal mag ich ihre Ästhetik, ihre schlichten Farben und Formen. Dann leben dort charismatische Menschen, die ausdrucksstarke Gesichter haben, was für einen Fotografen wichtig ist. Außerdem habe ich Geografie studiert und schätze, wie gut man die Entwicklung der Erdgeschichte in Wüsten studieren kann. Man erlebt in dieser Landschaft immer etwas Neues.

Wie nehmen Sie den Gegensatz zwischen Ihren Weltreisen als Fotograf und Ihrem Alltagsleben als Familienvater in Süddeutschland wahr?

In den vergangenen vier Jahren habe ich jährlich zehn Mal zwischen diesen beiden Welten gewechselt. Also eben noch Wüste Gobi, dann plötzlich Bayern. Aber es funktioniert. Ich bin eben kein Aussteiger, sondern Fotograf. Der Vorteil ist tatsächlich, dass man sich auf die jeweiligen Annehmlichkeiten der beiden Welten intensiver freut, zum Beispiel auf eine warme Dusche nach einer anstrengenden Reise.

Nehmen Sie auch Ihre Kinder mit auf Ihre Touren?

Fotoreisen sind definitiv keine Kinderreisen. Wenn man es auch manchmal mit gemeinsamen Ferien verbinden kann. Aber selbstverständlich strahlt meine Begeisterung auf sie aus. Meine Tochter ist inzwischen selbst Fotografin. Mein Sohn geht demnächst auf Weltreise.

Wäre für Sie auch ein Nine-to-Five-Job im Büro möglich?

Definitiv nicht. Ich bin für die Selbständigkeit geboren. Ich könnte nicht in irgendeinem Landschaftsamt mit einem Chef und zeitlichem Korsett sitzen. Ich habe schon meinen Traumberuf mit viel Abenteuer und Leidenschaft gefunden.

Was ist das Rezept für den großen Erfolg in Ihrem Beruf?

Ich glaube, dass die Spezialisierung auf ein Thema sehr wichtig ist. So wie sich Reinhold Messner auf die Berge konzentriert, stehe ich eben für die Wüste. Auf diese Weise kann man ein Profil gewinnen, mit dem man herausragt. Dank dieser Fokussierung ist man auch als Referent glaubwürdiger. Gerade bei den Vorträgen ist es darüber hinaus wichtig, die entsprechende Ausstrahlung als Persönlichkeit auf der Bühne zu haben.

Fehlt Ihnen noch eine Wüste, welche steht als nächste an?

Ich habe tatsächlich alle bereist. Aktuell war ich gerade am Nord- und Südpol. In meinen kommenden Vorträgen werde ich deshalb die Eis- und Trockenwüste miteinander vergleichen.

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EU-Richtlinien zu Lautstärkemessungen

Wie laut ein neues Kraftfahrzeug sein darf regelt in Deutschland der §49 StVZO. Dort wird auf mehrere EU-Richtlinien verwiesen. Diese Regeln für die Typzulassung neuer Fahrzeuge gelten EU weit.

In einer vergleichsweise aufwändigen und komplizierten Messung wird das Fahrgeräusch ermittelt. Das Messverfahren ist dabei seit Jahrzehnten identisch. Nur die zulässigen Werte sind im Laufe der Jahre immer niedriger geworden. Vereinfacht gesagt muss das Fahrzeug mit konstanter Geschwindigkeit bei ¾ der Nenndrehzahl (aber max. 50 km/h) auf eine 20 m lange Messstrecke zufahren und dann voll beschleunigen.

Je nach Getriebe wird die Messung im zweiten Gang (Viergang-Getriebe) oder im dritten Gang (Getriebe mit mehr als vier Gängen) ausgeführt. Das Messgerät steht dabei in der Mitte der Messstrecke mit einem Abstand von 7,5 m zur Mitte der Fahrspur. Was dann zulässig ist hängt vom Fahrzeugtyp ab (PKW, LKW, Motorrad, etc.) aber auch von z.B. der Leistung (LKW) oder dem Hubraum (Motorrad). Die zulässigen Werte nach diesem Messverfahren liegen aktuell zwischen 74 (PKW Benziner) und 80 dB für Motorräder über 175 ccm oder LKW über 150 kW. Dabei ist berücksichtigt, das diese seitlich wesentlich mehr Geräusche emittieren als ein PKW bei dem die Abgasanlage quasi durch die Karosserie gekapselt ist.

Eine vor Ort Messung des Fahrgeräusches zum Beispiel bei einer Kontrolle ist daher praktisch nicht möglich. Um bei einer Kontrolle Anhaltspunkte zu bekommen ob eine Auspuffanlage manipuliert wurde, wird für alle Fahrzeuge auch das Standgeräusch gemessen und im Fahrzeugschein mit angegeben. Dies wird bei ¾ der Nenndrehzahl in einem Abstand von 50 cm und einem horizontalen Winkel von 45° zur Auspuffmündung gemessen.

Alleine schon der geringe Abstand von 0,5m zu 7,5m beim Fahrgeräusch erklärt warum das angegeben Standgeräusch deutlich höher ist als das Fahrgeräusch. Dies verdeutlicht schon, dass eine reine Geräuschangabe in dB wenig aussagefähig ist um die Geräusche einer Lärmquelle zu beurteilen.

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