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Herbst und Winter

Die Fotoprofis für deinen nächsten Trip!

Foto: Silence + Flow

Bei Jenny und Basti dreht sich alles rundum ausführliche Reisetipps und hilfreiche Hotelempfehlungen für deinen nächsten Urlaub. Sie geben dir Inspiration, wie auch du die unentdeckten Ecken in deinem Urlaub findest und diese gekonnt in Szene setzt. Aber das Reisen ist nicht ihre einzige Spezialität. Nein, bei den beiden dreht sich auch alles darum, unsere wunderschöne Welt auf Fotos festzuhalten.

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Seit wann seid ihr der Fotokunst verfallen und wie kam es dazu?

Unsere ersten Kameras haben wir uns vor etwa 15 Jahren gekauft. Es hat dann aber eine ganze Weile gedauert, bis wir uns intensiver damit beschäftigt haben. So richtig Klick gemacht hat es dann vor acht bis neun Jahren, als wir angefangen haben, nicht nur den Automatikmodus zu nutzen, und begonnen haben, wirklich zu fotografieren und nicht nur zu knipsen. 

Was ist ein Muss, das auf keiner Reise fehlen darf, um ein paar schöne Schnappschüsse einzufangen? 

Ganz ehrlich: Wir sind da wirklich Puristen. Wir brauchen keine große Ausrüstung und viele Gadgets, um schöne Fotos zu machen. Eine Kamera reicht uns. Die Magie findet hinter der Kamera statt, denn letztendlich macht man ja selbst die Fotos und nicht die Kamera. Man kann mit einer teuren Ausrüstung richtig schlechte Fotos machen, genauso wie man mit einer einfachen Kamera wirklich tolle Aufnahmen zaubern kann.

Habt ihr Tipps für Fotografie-Einsteiger, wie diese sich ein paar schöne Erinnerungen sichern?

Ein ganz einfacher Tipp, den wir immer gerne wiederholen: Denke vor dem Fotografieren kurz nach, wie dein Bild am Ende aussehen soll. Viele Einsteiger halten einfach nur drauf und drücken ab, sind dann am Ende aber enttäuscht, wenn die Fotos nichtssagend aussehen. 

Unser Lieblingsspruch ist ja: „Fotografieren ist wie knipsen, nur krasser“, und wir finden, das trifft es ganz gut. Überlegt einfach beim nächsten Mal kurz, bevor ihr abdrückt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen einem langweiligen und einem tollen Foto machen: ein kleiner Wechsel der Perspektive, ein paar Schritte nach vorn oder hinten – das wirkt oft schon Wunder.

Wie habt ihr euch euren kreativen Input in der Pandemiezeit gesichert? 

Uns wird zum Glück ja nicht so schnell langweilig. Wir haben die Zeit unter anderem dafür genutzt, unser Buch „Einfach fotografieren mit Jenny & Basti“ zu schreiben und zu veröffentlichen, haben den Kameraliebe-Onlineshop gegründet und uns einfach um viele Ideen gekümmert, für die wir sonst nie Zeit hatten.

Und das Reisen? Das hat uns natürlich gefehlt, aber wir haben einfach mal die Gelegenheit genutzt, auch die eigene Region zu erkunden, und siehe da: Auch vor der eigenen Haustür gibt es viele wunderbare Fotomotive.

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Gab es für euch ein Highlight auf euren Reisen, wo ihr jederzeit wieder hinreisen würdet?  

Oh ja, ganz viele. Auf ein einziges Highlight können wir uns aber nicht festlegen. Es gibt so viele tolle Orte da draußen. Besonders beeindruckt haben uns Myanmar mit seinen wunderbaren Menschen und unzähligen Tempeln, die Philippinen mit ihren Traumstränden und den immer fröhlichen Einwohnern, das wunderbare Japan mit seiner Mischung aus Tradition und Moderne, das relaxte Australien und natürlich unsere Lieblingsstadt New York. Wenn es nicht so weit weg sein soll, können wir Kopenhagen sehr empfehlen – wirklich eine wunderbare Stadt. 

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Das Kopfsteinpflaster löste die Schrauben aus dem Rad

Das Thema Bikepacking ist eigentlich ganz simpel. Schnapp dir dein Rad, bepacke es mit dem, was du brauchst, möglichst spartanisch, um Gewicht und Platz zu sparen, und radel los.

Paul Schridde

Meine Reise begann 2020 zusammen mit meinen Freunden Felix und Fritz direkt am Brandenburger Tor in Berlin. Wir wollten in elf Tagen 1.500 Kilometer fahren. Bis zur Hauptstadt von Estland Tallinn. (Der Rückflug war bereits gebucht.)

Wenn mich jemand fragt, wie man sich am besten auf so eine Tour vorbereiten kann, habe ich darauf eigentlich immer die gleiche Antwort: Pack deine Sachen und los geht’s. Ich bin kein Typ, der alles perfekt durchstrukturiert haben muss. Es muss auch nicht von allem das Beste sein. 2018 bin ich nur mit Felix das erste Mal auf großer Radreise gewesen. Damals entschieden wir uns, spontan mit unseren Mountainbikes von Berlin nach Rom (Italien) zu fahren. Am vierten Tag brach meine erste Zeltstange und am letzten Tag musste ich im Regen draußen schlafen, da mein Zelt sich nicht mehr aufbauen ließ. Und das war ein teures Zelt. Was ich damit sagen will: Wenn du Lust auf so eine Tour hast, aber keine 5.000 Euro für eine neue Ausrüstung, macht das nichts. Nimm, was du hast, oder kauf dir ein paar Dinge gebraucht.

Denn nach Plan läuft es am Ende sowieso nicht. Bei unserer Tour von Berlin über Polen, an der weißrussischen Grenze entlang, einmal quer durch Litauen und Lettland kamen wir sehr knapp nach zehneinhalb Tagen in Tallinn (Estland) an. Das Schlimmste war das Kopfsteinpflaster in Polen. Zusätzlich regnete es auch noch gleich am ersten Abend. Und Regen bringt Mücken hervor. Eine Menge Mücken. Unsere erste Nacht verbrachten wir notdürftig in einem kleinen, angeblich vollen Motel kurz hinter der polnischen Grenze auf dem Hinterhof. Neben einem Speichenbruch mitten im Nichts von Litauen und zwei weiteren Platten gab es aber auch wunderbare, schwedisch anmutende Wälder mit ewigen Schotterpisten, bei denen sich unsere Gravelbikes perfekt auszahlten. Highlight Schlafplatz. Eine Nacht im Parkhaus.

Da, wo sonst die Autos parken. Morgens wurde dort um sechs ein Flohmarkt aufgebaut. Übrigens eignet sich Luftpolsterfolie fantastisch, um ein Rad in den Flieger zu bekommen. Nur das Luft-aus-den-Reifen-Lassen nicht vergessen. 

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