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Wie beeinflusst die Terrorgefahr das Reiseverhalten? Eine Einschätzung von Dr. Michael Dorka, Geschäftsführer der Lifecard-Travel-Assistance Gesellschaft für Reiseschutz mbH (LTA).

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Dr. Michael Dorka

Geschäftsführer der Lifecard-Travel-Assistance Gesellschaft für Reiseschutz mbH (LTA)

Die Tourismusbranche ist, wie vielleicht keine zweite Branche, abhängig von der gesellschaftlichen und politischen Lage in den jeweiligen Destinationen. Statistiken können belegen, dass politische Unruhen oder auch Terroranschläge sich unmittelbar und zumeist auch zeitnah auf das Reiseverhalten auswirken.

So haben sich die Geschehnisse rund um das, was wir heute als „Arabischer Frühling“ bezeichnen, signifikant auf die Anzahl der Reisen in die betroffenen Länder ausgewirkt. Ebenso waren die Auswirkungen der Anschläge in der Türkei deutlich, im Rückgang der Buchungen, zu spüren. Diese zwangen sogar Fluggesellschaften dazu, das Programm an Flügen in die Türkei drastisch zusammenzustreichen.

Als Anbieter von Reiseschutz-Dienstleistungspaketen merken wir beim Buchungsverhalten der Kunden, dass generell und insbesondere bei Reisen in vermeintliche Risikoländer ein deutlich erhöhtes Sicherheitsbedürfnis der Reisenden festzustellen ist.

Ohne Risiko in den Traumurlaub – leider eine Illusion!

Absolute Sicherheit gibt es nirgends, das gilt natürlich auch für den Urlaub. Aber die große Mehrheit lässt sich davon auch nicht vom Reisen abhalten. Wir werden natürlich oft gefragt, was man denn tun kann, um sich im Urlaub zumindest nicht noch weiteren, unnötigen Risiken auszusetzen. Doch das lässt sich so pauschal nicht beantworten, da es immer auf die jeweilige Destination ankommt.

Generell kann es aber nie schaden, sich vorab gut über die Lage vor Ort zu informieren. Das Auswärtige Amt oder auch die Botschaften und Konsulate der entsprechenden Länder können da Auskunft geben.

Kein Reiseschutzpaket kann einen Terroranschlag oder Ähnliches verhindern. Aber bei solchen Ereignissen herrscht zumeist erst mal Chaos und die Behörden und Institutionen vor Ort sind heillos überfordert. Hier können dann zum Beispiel die Notfallhotlines der Reiseschutzanbieter zusätzliche Hilfe anbieten.

Daneben sollte man gegebenenfalls einige wichtige Sätze beziehungsweise Fragen in der Landessprache beherrschen oder aufschreiben. Wichtig ist es auch, sich über die örtlichen No-Gos, wie zum Beispiel mit Schuhen in die Moschee, vorab zu informieren. Und nicht zu vergessen: ein ausreichender Reiseschutz, der im Notfall dann einspringen kann.

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