Skip to main content
Home » SOMMER 2021 » Berge statt Meer? … dann in den Südharz Kyffhäuser
Anzeige
SOMMER 2021

Berge statt Meer? … dann in den Südharz Kyffhäuser

Sponsored by
Foto: Sabrina Bechtold
Sponsored by
Foto: Sabrina Bechtold

Endlich wieder raus! Zeit zum Reisen, ausspannen …  Und wohin solls gehen? An den Strand zum Sonnenbaden und Faulenzen oder doch lieber in die Berge? Wie wär´s denn mit dem Südharz Kyffhäuser?

Hier schläft ein legendärer Kaiser, hier blühen die schönsten Rosen und hier schnauft das Dampfross durch die Wälder – und das alles eingebettet in eine bezaubernde Karstlandschaft.

Barbarossa auf der Spur

Tief unten im Berg, verzaubert in einem unterirdischen Schloss soll er schlafen. Schon seit vielen hundert Jahren, verzaubert, sein glutroter Bart verwachsen mit dem Tisch. Die Rede ist natürlich von Kaiser Barbarossa! Friedrich I. ist ein Mythos und inspirierte als Sinnbild eines geeinten Reichs Dichter zur Sage des schlafenden Herrschers. Es waren die Brüder Grimm, die die Legende „Friedrich Rotbart auf dem Kyffhäuser“ populär machten und Friedrich Rückert verstärkte mit seinem Barbarossa-Gedicht den Mythos des schlafenden Kaisers im Kyffhäuser weiter. 

In Stein gemeißelt ist die Legende um Kaiser Barbarossa am Kyffhäuser-Denkmal. Er scheint gerade zu erwachen, auf seinem herrschaftlichen Thron – der mittelalterliche Kaiser, in rotem Sandstein verewigt. Über ihm reitet Kaiser Wilhelm I. stolz voran, der gern auch „Weißbart auf des Rotbarts Thron“ genannt wird. Das Denkmal ragt wie ein Leuchtturm weithin sichtbar über dem Kyffhäusergebirge auf und feiert in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag. Vom gut 80 Meter hohen Turm genießt man einen beeindruckenden Weitblick über den Naturpark Kyffhäuser. 

Aber wo verbirgt sich nun das sagenhafte unterirdische Schloss von Kaiser Rotbart? Als Bergleute 1865 diese Hohlräume entdeckten, haben sie wohl geglaubt, es gefunden zu haben. Schnell war der Name Barbarossahöhle gefunden, für eine geheimnisvolle Welt mit bizarren Steingebilden und kristallklaren Seen. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft lockt der Kyffhäuser auch Wanderer und Radfahrer, zum Beispiel auf dem Qualitätswanderweg Kyffhäuserweg, dem Unstrut-Werra- und Kyffhäuser-Radweg. Wer es bequemer mag, steigt in einen ganz besonderen Zug.

Dampfende Harzquerbahn 

Als 1896 das Kyffhäuser-Denkmal eingeweiht wurde, begann einige Kilometer weiter, in Nordhausen im Südharz, der Bau einer besonderen Bahntrasse. Damals kam die Idee auf, Wernigerode an die Bahnstrecke Nordhausen – Erfurt anzubinden. Doch Schienen einmal quer über den Harz? Das war wegen der schwierigen Geländeverhältnisse nicht so einfach. Die Wahl fiel auf eine Spurweite von 1.000 mm. 1899 war die neue Strecke fertig, rund 80 Kilometer quer über den Harz und bis zum Brocken, einem der höchsten Bahnhöfe Deutschlands auf 1125 Meter. Nostalgie pur erleben die Gäste der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) bis heute bei einer Fahrt mit einer historischen Dampflok. Jeden Vormittag startet in Nordhausen eine Dampflok zum Brocken. Auch der Naturpark Südharz lässt sich bequem mit der HSB erkunden. Wer Lust hat auszusteigen, kann auf dem Qualitätswanderweg Südharzer Dampflok Steig zu den Naturschönheiten der Umgebung aufbrechen. Neben dem Karstwanderweg finden sich auch tausende Naturschönheiten in überwältigenden Farben in Sangerhausen.

Das Rosenwunder von Sangerhausen

Wahrhaftig ein Meer aus Rosen erwartet die Besucher des Europa-Rosariums Sangerhausen, das auf eine fast ebenso lange Geschichte zurückblicken kann wie die HSB und der Kyffhäuser. 1903 eröffnete das Rosarium, heute die größte Rosensammlung weltweit mit mehr als 8.700 Rosensorten und -arten, rund 80.000 Rosensträucher und viele andere Gehölze. Jetzt im Sommer gibt es noch einen Grund mehr, den Park zu besuchen, der in diesem Jahr ein Außenstandort der Bundesgartenschau ist: Bei der Ausstellung „Rose trifft Kunst“ präsentieren Künstler vom 1. Juli bis 7. August ihre Skulpturen aus Stein, Holz und Metall sowie schwimmende Glas-Installationen auf den Teichen.

Next article