Die betreffenden, beide Urlaubsarten begleitenden Klischees, um die es geht, sind als solche ebenso bekannt wie hartnäckig. Hier „Ballermann“ und „Alkohol aus Eimern“, dort „Schunkelnde Skianzüge“ und fürchterliche Schlagermusik.

Dass diese Vorurteile sich in beiden Fällen an den extremsten Ausprägungen orientieren, hilft dabei kaum jemandem weiter, der sich auf dem Weg in den Mallorca-Urlaub auf einmal von großen Gruppen in Fußball-Trikots und lauten „Ballermann!!“-Rufen begleitet sieht.

Und auch, wer nun mal einfach gerne Ski oder Snowboard fährt, kennt das Phänomen. Fast als würde ein Snowboard unter dem Arm nicht hauptsächlich ein Sportgerät sein, sondern vielmehr eine Art geheimes Zeichen, das anderen Urlaubern signalisieren soll: „Hey Leute, wo läuft denn heute Abend die schlimmste Musik? Ich würde mich gern so richtig blamieren!“

Für alle Ski- und Schnee-Fans, die sich die an sich wundervolle Après-Ski-Kultur nicht von solchen Klischees verderben lassen wollen, haben wir ein paar einfache Tipps.

1. Es gibt Kleidung zwischen Smoking und Skianzug

Im kompletten Skioutfit in die Après-Ski-Bar – das muss nicht sein! Es stimmt zwar, dass der Après-Ski keine Fashionshow ist und weniger als sonst auf schicke Kleidung geachtet wird. Gut so! Trotzdem ist eine Hütte voller verschwitzter Skianzüge nicht gerade die schönste Vorstellung.

2. Es gibt Getränkemengen zwischen „Nichts“ und „Viel-zu-viel!“

Wer auf der Piste feiert, sollte schon aus Sicherheitsgründen nicht zu tief ins Glas schauen, denn die Abfahrt steht noch bevor. Aber auch, wenn im Tal gegen das ein oder andere Getränk überhaupt nichts einzuwenden ist, sollte man nicht trinken, als gäbe es kein Morgen – denn Morgen ist ein weiterer Pistentag, der mit einem Kater garantiert weniger Spaß macht! 

3. Es gibt Musik zwischen Disco und Schlager

Natürlich wird es ohne den einen oder anderen Après-Ski-Klassiker aus den Tiefen der Schlager-Kiste nicht gehen – soll es auch gar nicht! Auf dem Oktoberfest wird geschunkelt, am Ballermann wird die Tanzfläche plötzlich mit Badeschaum geflutet; ein angemessenes Maß an (positivem) Klischee macht Spaß und gehört dazu. Aber eben nicht NUR Schlager. Die Mischung macht’s!

4. Es gibt Flirten zwischen „Schüchtern Rumstehen“ und „Aufdringlich Anbaggern“

Après-Ski steht für viele geradezu als Synonym für die Kunst des „Anbandelns“. Doch auch hier gilt, wie bei allen anderen Tipps: die Mischung, bzw. die richtige Menge macht’s. Wer sich insgesamt zwischen den beschriebenen Extremen bewegt, wird es auch beim abendlichen Tanzflächenflirt am leichtesten haben.

Wer dagegen sturzbetrunken im verschwitzten Skianzug die immer gleichen Schlager gröhlt, hat wohl kaum Chancen – und die Idee eines schönen Après-Ski nicht verstanden.