Aber nicht nur Tierfotografen kommen dort auf ihre Kosten, sondern auch Freunde von faszinierenden Landschaften. Die halten sich am besten an die gute, alte Regel: „Von elf bis drei – da haben Fotografen frei.“ Der frühe Vogel fängt den Wurm und nutzt das weiche Licht am Morgen oder die blaue Stunde des Abends, wenn er in der Grassteppe der Serengeti auf Bilderjagd geht. In dieser Zeit ergeben sich die besten Stimmungen. Denn bekanntlich ist Fotografieren nicht mehr und nicht weniger als elegantes „Zeichnen mit Licht“.

Sonnenauf- und Sonnenuntergänge sind dann ein atemberaubendes Naturschauspiel, mit gewaltigen Farben, die Herzen höherschlagen lassen. Wer es sich später an die Wand hängen möchte, braucht jedoch eine hohe Auflösung. Bei modernen Kameras reicht bereits der Automatikmodus. Schwerer ist schon der Zeitpunkt: Entscheidend sind die zehn Minuten, in denen der Sonnenball knapp über dem Horizont schwebt.

Idealerweise entscheidet man sich auf der Fotosafari für ein Modell mit leichter und kompakter Bauweise. Man ist dann spürbar mobiler und flexibler für deutlich variantenreichere Motive. Wichtig ist auch die Widerstandsfähigkeit: Herkömmliche Kameras kommen bei Regen, Schlamm und Staub schnell an ihre Grenzen. Wer scheue Rehe und freche Affen in freier Natur nicht verschrecken möchte, unterdrückt für die absolute Stille außerdem besser den Blitz genauso wie das geräuschvolle Klicken beim Auslösen.

Wie bei actiongeladenen Sportszenen gilt auch für eindrucksvolle Naturereignisse, dass die Magie des Moments schnell vergänglich ist. Um die flüchtigen Augenblicke aufzunehmen, sollte man ruhig öfter mit dem Serienbildmodus experimentieren. Überhaupt ist es sinnvoll, hin und wieder den Automatikmodus zu verlassen. Das gilt für Nah- und Fernaufnahmen, aber auch für das Fotografieren mit Filtern: So lassen sich zum Beispiel mit dem Polfilter Farbflächen wie das Blau des Himmels verstärken oder türkisblaues Wasser kann in all seinen Farben zur Geltung gebracht werden. Und wer vor den imposanten Tieren Afrikas dann nicht vor Ehrfurcht erstarren möchte, übt vor der ersten Tour schon mal zu Hause: Ab in den Zoo!

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